Limitbreaker – Teil 1: “Wer ist der Dünne da im Studio?”

Hallo Krieger,
Mein Name ist Francesco “Limitbreaker” Paratore.
Ich bin stolzer Classic Bodybuilder in der IFBB/DBFV und absoluter “Fanboy” der Physique der 70er und 80er. Schmale Taillen, breite Schultern – das richtige Bodybuilding!
Legenden wie Frank Zane, Bob Paris, Danny Padilla oder Lee Labrada prägten mich bereits in jungen Jahren und haben meinen Wunsch, eines Tages mal “die perfekte Form” zu erreichen, verstärkt.

Ich bin 24 Jahre, 173cm groß und habe ein Wettkampfgewicht von 78kg. Derzeit in der Offseason bringe ich etwa 90kg auf die Waage.
Als meine Reise im Bodybuilding 2010 begann, war ich 17 Jahre jung und wog gerade einmal 58kg. Zu dem Zeitpunkt standen nicht viele aus meinem damaligen Umfeld hinter mir und meiner Entscheidung.
Hänseleien à la ich sei “der kleine, dünne Fra” blieben nicht aus. Sprüche wie “Was will denn der Dünne da im Studio” oder “Der redet nur – aus dem wird nie was” fielen hinter meinem noch schmalen Rücken, den ich verbissen Zentimeter um Zentimeter aufarbeitete.

Selbst meine Eltern standen der Sache zunächst sehr skeptisch gegenüber. “Wieso trainierst du so viel? Wieso isst du so viel? Mach doch mehr Pause!”. Aber es ist ihnen nicht übel zu nehmen, denn sie kannten diese Welt und Lebensweise nicht.
Trotz der Negativität, die ich als überambitionierter, schmächtiger Anfänger erfuhr, wusste ich, es ist mein Schicksal. Ich bin dafür gemacht!
Was kann ich Euch also von dieser Erfahrung mitgeben? Nutzt solche Ereignisse als Energie und Antrieb. Dies alles hat mich damals nur in meiner Entscheidung bestärkt. Ich allein wusste, ich habe das Zeug dazu und das ist es, was zählt!

Die Entwicklung nahm ab diesem Punkt konsequent und kontinuierlich ihren Lauf.
Jahr für Jahr und Reiskorn für Reiskorn baute ich langsam aber stetig Muskulatur auf.
Ich blieb durch smartes Training glücklicherweise in all der Zeit verletzungsfrei, was durchgehenden Fortschritt ermöglichte.

Im Jahr 2015 kam der Wunsch auf, “die Bühne” zu betreten. Meine Ausgamgsform war solide und gut, dennoch empfand ich mich immer noch als zu dünn – also: Physique. (Kein Hate, Leute! Haha)
Meine erste Wettkampfsaison war eine geniale Erfahrung für mich und ich sicherte mir auf Anhieb drei Titel: Süddeutscher Meister, Bayerischer Meister und Rhein Neckar Gesamtsieger!  

Der Wunsch nach einer perfekteren Erscheinung blieb trotz der Erfolge nicht aus, ich war im Modus! Ich wollte mehr – Mehr Qualität, mehr Masse, mehr Definition!
Die Kehrseite meiner ersten Erfolge war allerdings, dass ich bereits an diesem Punkt mit viel Hate umgehen musste.  Vielleicht kennt ihr es – Leute, die einem einfach nichts gönnen..
Ich ackerte im Gym wie ein Stier von Montag bis Sonntag, niemand – verdammt nochmal, wirklich NIEMAND dort – wollte es mehr als ich!
Und trotzdem gab es immer noch Menschen, die meine Ambitionen schlecht redeten. Doch dieses mal hieß es nicht “Aus dem wird eh nix!”, sondern: “Jetzt übertreibt er aber!”.

Und wie ich übertrieb! 2016 schuftete ich wie ein Krieger vergangener Zeit, das Gym war meine Arena, die Gewichte meine Gegner. Ich liess keinen Stein auf dem anderen und malträtierte meinen Körper, denn ich hatte ein Ziel: Die Frühjahrsaison 2017!
Die Diät war hart, das Training forderte mich, aber genau auf diesem Weg konnte ich mir erneut beweisen, ob ich meinem Namen gerecht werden konnnte. Und ja, das konnte ich!
Alles gipfelte in dem Moment, in dem mein Fuß die Bühne betrat und alle vorangegangenen Strapazen waren vergessen, ich war in meiner Welt – CLASSIC Bodybuilding.

Ich errang den Titel des BAYERISCHEN MEISTERs im Classic Bodybuilding 1 und wurde zusätzlich VIZE DEUTSCHER MEISTER.
Kritiker – Schachmatt!

Krieger, ich kann Euch nur sagen – über dem ganzen Hate zu stehen, hat sich gelohnt. Letztlich betreiben wir unseren Sport für uns selbst und es sollte der Antrieb sein, uns selbst herauszufordern.
Besteht trotzdem der Wunsch, mich mit anderen zu messen? Ich formuliere es mal so, wieso sollte man einen Sport im Extrem betreiben, sich aber nicht mit Gleichgesinnten auf freundschaftlicher Basis konkurrieren und messen wollen? Das gibt dem ganzen einfach einen riesigen Reiz! Mehr, als es ohnehin bereits!
Wir sind eine Community – eine Gemeinschaft! Uns verbindet etwas aus Leidenschaft und das sollten wir niemals vergessen, denn auch in einem scheinbaren Solosport, ist es doch letztlich der Support untereinander, der uns voranbringt.

Sebastian “Southern Champ” Maschberger & Francesco “Limitbreaker” Paratore – Auf der Bühne waren sie Konkurrenten, der Sport machte sie zu Freunden.

Wenn ich auf die Frühjahres Saison 2017 zurückschaue, kann ich mit Stolz behaupten, ich habe es in unserem Sport bereits zu etwas gebracht. Wie es nun weiter geht??
Ich durchbreche mein Limit jeden einzelnen Tag, ich trainiere härter, esse besser und reisse mir verdammt nochmal jeden Tag den Arsch auf! Seid gespannt auf mehr – LIMITBREAKER
Euer Francesco

Instagram: _Piato
Facebook: Francesco “Limitbreaker” Paratore

2017-10-04T14:17:31+00:00